Podcast-Tonstudio – Tipps und Tricks


Jan Frederik Vogt
Sandkasten-Team

Mara Wesemüller
Projektbetreuung

Stand:

Das Tonstudio

Im StudiHaus am Wendenring 1 befindet sich ein Podcast-Tonstudio eingerichtet. Alle TU-Angehörigen können sich den Schlüssel für ein paar Tage ausleihen, um einen Podcast oder ähnliches aufzunehmen.

Es handelt sich um ein Audio-Recording-Studio. Die Postproduktion müsste woanders gemacht werden. Aktuell gibt es keine technische Begleitung, nur technisch informierte Nutzer:innen können das Podcast-Studio nutzen.

Reservierungen

Das Tonstudio kannst du über das Sandkasten-Sharing anfragen:
sandkasten.tu-braunschweig.de/sharing/sandkasten-podcast-tonstudio-142

Vorhandene Technik

  • zwei dynamische Mikrofone (Shure SM7B)
  • zwei geschlossene Kopfhörer
  • gute Raumakustik durch Akustik-Elemente
  • RodeCaster, ein Mischpult für bis zu vier XLR-Mikrofone, USB, BlueTooth, Mini-Klinke – bei YouTube gibt es diverse Tutorials dazu)

Bei Bedarf können auch noch weitere Mikrofone ausgeliehen werden, wenn es mal drei oder vier Gesprächspersonen sind.

Tipps und Tricks im Tonstudio

Damit du ein gutes Ergebnis deiner Aufnahme bekommst, haben wir dir ein paar Tipps zusammen gestellt:

Vor der Aufnahme

  • Mach dich vor der eigentlichen Aufnahme mit dem Equipment vertraut. Probiere es in Ruhe aus und mache Test-Aufnahmen.
  • Richte das Mikrofon optimal aus. Es sollte ca. 15-20 cm vom Mund entfernt sein. Es kann auch sehr gut von der Seite, von schräg unten auf den Mund zeigen; so bleibt der Blickkontakt zwischen den Gesprächspersonen frei. :-)
  • Die Position zum Mikrofon sollte während der Aufnahme nicht verändert werden, sonst kann es zu Klangverfärbungen kommen.
  • Schalte die Deckenbeleuchtung aus! Die Leuchtstoffröhren “brummen” leider.
  • Schalte alle Handys in den Flugmodus und legt ggf. Uhren, Schmuck, o.ä. ab, welche Geräusche verursachen könnten.
  • Schaffe eine gemütliche Atmosphäre im Raum. Heize den Raum vorher ein, mach angenehmes Licht mit der Stehlampe, Tischlampe und der Lichterkette im Raum. Nur wenn sich alle Beteiligten wohl fühlen, wird das Gespräch gut verlaufen.
  • Stelle Wasser ohne Kohlensäure für alle bereit. – Bei Getränken mit Kohlensäure, muss man ggf. aufstoßen und Kaffee, Cola o.ä, verlebt den Mund und es entstehen leicht “Schmatz-Geräusche” beim Sprechen.

Während der Aufnahme

  • Höre mit geschlossenen Kopfhörern genau zu, was du aufnimmst. Achte auf eventuelle Störgeräusche, Veränderungen im Klang der Stimme, etc. und finde ggf. Abhilfe. (Tipp: Es kann auch eine Dritte-Person damit beauftragt werden, welche sich ausschließlich um die Kontrolle des Klangs und des Aufnahmepegels kümmert.)
  • Achte immer auf die Pegelanzeige, justiere den Aufnahmepegel nie nach deinen Ohren. Der durchschnittliche Aufnahmepegel sollte bei ungefähr -10 dBFS sein (dort wo der kleine Strich an der Pegelskala zu sehen ist). – Sollte während der Aufnahme der Pegel über 0 dBFS kommen, dann leuchtet die Anzeige rot auf. Bitte unterbreche dann kurz, korrigiere die Vorverstärkung im entsprechenden Kanal und wiederhole den Teil des Gesprächs.
  • Achte auf eine vollständige Aufnahme und unterbrich sie nicht. Nimm lieber zu viel auf, als zu wenig.
  • Dokumentiere jede Aufnahme, damit du dich später schneller zurechtfindest. Oder sprich am Anfang ein Intro für dich ein, welches du dann später rausschneidest. („Podcast Aufnahme mit Lena Sandfrau am 12.12.2022 zum Thema »Tipps und Tricks im Tonstudio.«“).
  • Nimm ca. 15 Sekunden lang den stillen Raum auf, also den Raumton. – Still heißt wirklich still! – Lass die Mikrofon-Pegel so eingestellt, wie du sie auch bei der Aufnahme hast, und schick am besten alle Menschen raus. Der Raumton darf keine Geräusche beinhalten wie z.B. Atmen, Kleidung rascheln, Stimmen vor der Tür, Uhrenticken, o.ä. – Der Raumton ist dabei hilfreich, wenn du anschließend in der Postproduktion (Nachbearbeitung) Störgeräusche rausschneiden möchtest. Z.B. “Schmatz-Geräusche” kannst du dann einfach mit dem Raumton ersetzen ohne, dass der Schnitt zu hören ist. Ebenso kannst du die Länge von Pausen damit anpassen, um einen guten Flow des Gesprächs zu erreichen.
  • Beachte das Copyright. Vorsicht bei Musik im Hintergrund o.ä..

Nach der Aufnahme

  • Nutze für die Aufnahmen, bzw. den anschließenden Export das Dateiformat WAV und nicht MP3 und nimm in 24 Bit, 44,1 kHz unkomprimiert (.wav) auf. Um die Dateien von der SD-Karte zu exportieren und umzuwandeln, benötigst du das kostenfreie Programm von Rode.
  • Mach dir genügend Backups der Daten!
  • Räume das Tonstudio auf. Formatiere die SD-Karte für deine Nachfolger:innen. Schließ die Tür immer ab, schalte das Licht aus und stell die Heizung runter.

Viel Spaß im Podcast-Studio!